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Die 9 besten Sales Analytics Tools im Vergleich

Sales Analytics Tools gibt es in jeder Preisklasse und für jeden Anwendungsfall — vom einfachen CRM-Dashboard bis zur Operating Intelligence Plattform. Diese Liste bewertet neun Tools anhand von vier Kriterien: Pipeline-Sichtbarkeit, Forecast-Genauigkeit, Integrations­tiefe und Eignung für DACH-Operatoren.

Alle Tools in dieser Liste sind international verfügbar und für DACH-Unternehmen nutzbar. Wo bekannt, sind Preise in EUR angegeben. DSGVO-Konformität ist für jedes Tool separat ausgewiesen, da sie für europäische Unternehmen nicht optional ist.

Bewertungskriterien

Für diesen Vergleich wurden folgende Kriterien verwendet:

  • Pipeline-Sichtbarkeit: Wie klar zeigt das Tool den aktuellen Stand der Sales Pipeline, Risiken und Chancen?
  • Forecast-Genauigkeit: Welche Mechanismen nutzt das Tool für Umsatzprognosen — regelbasiert, KI-gestützt oder manuell?
  • Integrations­tiefe: Wie gut verbindet sich das Tool mit CRM, Finance und Marketing?
  • DSGVO-Konformität: Sind Daten in der EU gehostet? Steht ein AVV zur Verfügung?

Die 9 besten Sales Analytics Tools

1. Fairview — Operating Intelligence für Revenue-Teams

Fairview ist eine Operating Intelligence Plattform (Operations-Intelligenz für umsatz­kritische Entscheidungen), die CRM-, Finanz- und Marketingdaten in einem einzigen operativen Lagebild zusammenführt. Während klassische Sales Analytics Tools auf CRM-Daten beschränkt sind, verbindet Fairview HubSpot oder Salesforce mit Stripe, QuickBooks oder NetSuite — und zeigt, welche Deals tatsächlich Marge bringen und welche Teile der Pipeline Aufmerksamkeit benötigen.

Das Pipeline Health Feature gibt COOs und RevOps-Verantwortlichen in Echtzeit einen Überblick über Deal-Risiken, Coverage-Lücken und Forecast-Abweichungen. Next Best Actions schlägt konkrete Maßnahmen vor — ohne dass ein Analyst die Daten erst aufbereiten muss.

Vorteile für DACH

  • Verbindet CRM und Finance — kein Data-Warehouse nötig
  • Pipeline Health und Margin Intelligence in einem Tool
  • Onboarding in unter 60 Minuten via OAuth
  • DSGVO-konforme Datenverarbeitung, AVV verfügbar
  • Starter ab 149 €/Monat — kein 6-stelliges Enterprise-Budget nötig

Einschränkungen

  • Kein nativer Gesprächs-Intelligence-Layer (für Call-Recording: Gong ergänzen)
  • Kein Self-Service BI für unbegrenzte Ad-hoc-Abfragen
  • Deutschsprachiger Support in Einführungsphase

Am besten geeignet für: COOs, Gründer und RevOps-Verantwortliche bei Unternehmen mit 2–50 Mio. € Umsatz, die CRM und Finance zusammenführen möchten.

Preis: Starter 149 €/Monat exkl. MwSt. · Growth 349 €/Monat · Scale 699 €/Monat

2. HubSpot Sales Hub — CRM mit eingebetteter Analytics

HubSpot Sales Hub kombiniert CRM, Sequenzen und Sales Analytics in einer Plattform. Die Reporting-Funktionen decken Pipeline-Analyse, Deal-Velocity und Forecast ab. Für Teams, die bereits HubSpot CRM nutzen, ist der Einstieg in Sales Analytics nahezu reibungslos.

Die Grenzen zeigen sich, sobald Teams Daten außerhalb von HubSpot — etwa aus Finance oder E-Commerce — in die Pipeline-Analyse einbeziehen möchten. Dann sind Custom-Reports oder Drittanbieter-Integrationen notwendig.

Vorteile

  • Nahtlose Integration zwischen CRM und Analytics
  • Umfangreiche Integrationen (1.000+ Apps)
  • DSGVO-konform, EU-Rechenzentren verfügbar
  • Starker Free-Tier für Einstieg

Einschränkungen

  • Fortgeschrittene Forecasting-Funktionen nur in höheren Tarifen
  • Keine native Finance-Integration für Margin-Analyse
  • Kosten skalieren stark mit Kontaktanzahl

Am besten geeignet für: Teams, die bereits HubSpot CRM einsetzen und dessen eingebettete Reporting-Funktionen nutzen möchten.

Preis: Free · Starter ab ca. 20 €/Monat · Professional ab ca. 890 €/Monat (5 Nutzer)

3. Salesforce Sales Cloud — Enterprise-CRM mit tiefer Analytics

Salesforce ist das meistgenutzte CRM weltweit und bietet mit Einstein Analytics (heute Tableau CRM) eine leistungsstarke Analyse-Schicht. Für große Vertriebsorganisationen mit komplexen Prozessen und Hunderten von Nutzern ist Salesforce oft die erste Wahl.

Die Implementierungskomplexität und die Kosten machen Salesforce jedoch für Teams unter 50 Personen schwer zu rechtfertigen. Die Total Cost of Ownership — Lizenzen, Admin-Ressourcen, Customizing — ist erheblich.

Vorteile

  • Marktführende Funktionstiefe für Enterprise-Vertrieb
  • Tableau CRM für fortgeschrittene Datenanalyse
  • DSGVO-konform, EU-Hosting verfügbar
  • Größtes Ökosystem an Integrationen

Einschränkungen

  • Hohe Implementierungskosten und Admin-Aufwand
  • Preise ab ca. 75 €/Nutzer/Monat (Enterprise deutlich mehr)
  • Überdimensioniert für Teams unter 50 Personen

Am besten geeignet für: Große Vertriebsorganisationen mit dedizierten Salesforce-Admins und komplexen Prozessen.

Preis: Starter Suite ca. 25 €/Nutzer/Monat · Enterprise ab ca. 165 €/Nutzer/Monat

4. Gong — Revenue Intelligence mit Gesprächsanalyse

Gong analysiert Verkaufsgespräche, E-Mails und CRM-Daten mit KI und identifiziert Muster, die erfolgreiche Deals von verlorenen unterscheiden. Für Vertriebsleiter, die Coaching und Pipeline-Risiken auf Gesprächsebene sehen möchten, ist Gong eine der stärksten Plattformen.

Gong ist primär ein Sales-Intelligence-Tool, kein Operating-Intelligence-Tool. Margin-Daten oder Finance-Integrationen sind nicht Teil des Kernprodukts. Für DACH-Unternehmen ist die Datenspeicherung in Europa bei entsprechender Konfiguration möglich.

Vorteile

  • KI-gestützte Gesprächsanalyse auf Weltklasse-Niveau
  • Identifiziert Deal-Risiken aus Gesprächsmustern
  • Starkes Coaching-Modul für Vertriebsleiter

Einschränkungen

  • Preise nicht öffentlich — typischerweise ab 100 USD/Nutzer/Monat
  • Kein Finance- oder Margin-Layer
  • Fokus auf Gesprächs-Intelligence, nicht operative Kennzahlen

Am besten geeignet für: Vertriebsleiter, die Gesprächsqualität analysieren und Coaching skalieren möchten.

Preis: Auf Anfrage (typisch: 100–150 USD/Nutzer/Monat)

5. Clari — KI-gestützte Revenue Forecasting Plattform

Clari ist auf Revenue Forecasting und Pipeline-Management spezialisiert. Die Plattform aggregiert CRM-Daten, analysiert Signale aus E-Mails und Meetings und erstellt KI-gestützte Prognosen. Für Unternehmen mit komplexen, mehrstufigen Sales-Prozessen ist Clari eine starke Option.

Vorteile

  • Starkes KI-Forecasting mit Konfidenzintervallen
  • Pipeline-Analyse auf Opportunity-Ebene
  • Integriert mit Salesforce, HubSpot und gängigen CRMs

Einschränkungen

  • Primär für Enterprise-Vertrieb ausgelegt
  • Kein Margin- oder Finance-Layer
  • Implementierung erfordert CRM-Reife

Am besten geeignet für: Enterprise-Vertriebsteams mit etabliertem CRM und Bedarf an KI-Forecasting.

Preis: Auf Anfrage (Enterprise-Preisgestaltung)

6. Looker (Google) — BI-Plattform für datengetriebene Teams

Looker ist eine vollwertige Business Intelligence Plattform, die auf einem semantischen Modell (LookML) basiert. Teams, die vollständige Kontrolle über ihre Datenmodellierung benötigen und über Data-Engineering-Ressourcen verfügen, finden in Looker eine sehr mächtige Plattform.

Vorteile

  • Vollständige Flexibilität bei der Datenmodellierung
  • Verbindet beliebige Datenquellen via SQL
  • Starkes Embedding für interne Tools

Einschränkungen

  • Erfordert Data Engineer für LookML-Implementierung
  • Hohe TCO durch benötigte Engineering-Ressourcen
  • Kein Out-of-the-Box-Operator-Workflow

Am besten geeignet für: Unternehmen mit Data-Engineering-Kapazität, die ein flexibles BI-Tool für interne Reporting-Workflows benötigen.

Preis: Ab ca. 5.000 USD/Monat (Google Cloud, Preise variieren)

7. Tableau (Salesforce) — Datenvisualisierung für Analysten

Tableau ist eines der bekanntesten Datenvisualisierungs-Tools weltweit. Es verbindet sich mit nahezu jeder Datenquelle und erstellt interaktive Dashboards. Für Sales-Analytics-Anwendungsfälle bietet Tableau große Flexibilität, erfordert aber erhebliche Einrichtungszeit.

Vorteile

  • Beste Datenvisualisierung im Markt
  • Verbindet beliebige Datenquellen
  • Starke Community und Ressourcen

Einschränkungen

  • Kein vorgefertigter Sales-Analytics-Workflow
  • Erfordert Analyst für Dashboard-Erstellung
  • Preis ab ca. 70 €/Nutzer/Monat (Creator)

Am besten geeignet für: Business-Analysten, die individuelle Sales-Dashboards erstellen und Daten explorativ untersuchen möchten.

Preis: Viewer ab ca. 15 €/Nutzer/Monat · Creator ab ca. 70 €/Nutzer/Monat

8. Klipfolio — KPI-Dashboards für wachsende Teams

Klipfolio ist ein Dashboard-Tool, das sich auf KPI-Visualisierung spezialisiert hat. Mit über 100 vordefinierten Konnektoren — darunter Salesforce, HubSpot und Google Analytics — ist es schnell einsatzbereit. PowerMetrics, die neuere Produktlinie, erweitert die Analyse-Möglichkeiten.

Vorteile

  • Schnelle Einrichtung mit vorgefertigten Konnektoren
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für KMUs
  • TV-Dashboard-Modus für Bürobildschirme

Einschränkungen

  • Kein Forecasting oder Pipeline-Analyse
  • Visualisierung statt operativer Entscheidungsunterstützung
  • Weniger geeignet für komplexe Datenmodelle

Am besten geeignet für: Teams, die KPI-Dashboards schnell aufsetzen möchten, ohne Data-Engineering-Ressourcen einzusetzen.

Preis: ab ca. 99 USD/Monat (PowerMetrics) · Klipfolio Dashboard ab 49 USD/Monat

9. Databox — Marketing-Dashboards mit Sales-Integration

Databox bietet über 70 native Integrationen und ermöglicht es Teams, Daten aus CRM, Marketing und anderen Quellen in einem Dashboard zu konsolidieren. Die Stärke liegt in der schnellen Einrichtung und der Visualisierung von Metriken aus verschiedenen Quellen.

Vorteile

  • Großzügiger Free-Tier mit 3 Datenquellen
  • Einfache Einrichtung ohne technisches Wissen
  • Mobile App für Dashboard-Zugriff unterwegs

Einschränkungen

  • Benchmark-Funktion wurde eingestellt
  • Kein Forecasting oder Pipeline-Analyse
  • Primär für Marketing-Teams konzipiert

Am besten geeignet für: Marketing-Teams, die mehrere Datenquellen in einem Dashboard konsolidieren möchten.

Preis: Free · Starter ab 47 USD/Monat · Professional ab 135 USD/Monat

Vergleichstabelle: Sales Analytics Tools im Überblick

Tool Pipeline-Analyse Forecasting Finance-Integration DSGVO Preis ab
Fairview Pipeline Health (nativ) Forecast Confidence Ja (Stripe, QB, NS) Ja, AVV verfügbar 149 €/Monat
HubSpot Sales Hub Ja (CRM-nativ) Ja (Professional+) Begrenzt Ja, EU-Hosting ab 20 €/Monat
Salesforce Umfangreich Einstein Forecasting Via AppExchange Ja, EU-Hosting ab 25 €/Nutzer
Gong Ja (Gesprächs-Signale) Ja Nein Konfigurierbar Auf Anfrage
Clari Ja KI-gestützt Begrenzt Ja Auf Anfrage
Looker Via LookML Via LookML Ja (SQL) Ja ab 5.000 USD/Monat
Tableau Via Dashboards Via Dashboards Ja Ja ab 15 €/Nutzer
Klipfolio Nein Nein Begrenzt Ja ab 49 USD/Monat
Databox Nein Nein Begrenzt Ja Free / ab 47 USD

Wie Sales Analytics Tools in der Praxis eingesetzt werden

Die meisten Unternehmen starten mit dem CRM als einziger Datenquelle für Sales Analytics. Das führt zu einem häufigen Problem: Die Daten im CRM bilden nur ab, was der Vertrieb eingetragen hat — nicht, was tatsächlich passiert ist. Fehlerhafte Prognosen, unentdeckte Pipeline-Risiken und Marge-Verluste entstehen oft nicht aus mangelnder Analyse, sondern aus unvollständigen Datenbasis.

Ein reifes Sales Analytics Setup verbindet drei Datenschichten:

  • CRM-Daten: Deal-Stadium, Kontakthäufigkeit, Aktivitäten — das Rohbild des Vertriebsprozesses.
  • Finance-Daten: Tatsächliche Umsätze, Zahlungseingänge, Margen pro Deal — die Wahrheit hinter dem CRM.
  • Marketing-Daten: Kanal-Attribution, Lead-Qualität nach Quelle, Kosten pro gewonnenem Deal — der Kontext für die Pipeline.

Ohne Finance-Daten wissen Vertriebsleiter zwar, welche Deals gewonnen wurden — aber nicht, welche davon tatsächlich profitabel waren. Ohne Marketing-Daten fehlt der Kontext, aus welchen Kanälen die stärksten Deals kommen. Sales Analytics, das nur CRM-Daten auswertet, beantwortet die falsche Frage.

Die wichtigsten KPIs für Sales Analytics

Unabhängig vom gewählten Tool sollten folgende KPIs in jedem Sales Analytics System sichtbar sein:

Pipeline-Metriken

  • Pipeline Coverage: Verhältnis von Pipeline-Wert zu Umsatzziel — Richtwert: 3x–4x für SaaS
  • Deal Velocity: Durchschnittliche Abschlussdauer nach Stage und Segment
  • Win Rate: Abschlussquote nach Quelle, Segment und Rep
  • Average Contract Value (ACV): Entwicklung über Zeit und nach Kanal
  • Stage-Conversion: Übergangsraten zwischen Pipeline-Stufen

Forecast-Metriken

  • Forecast Accuracy: Abweichung Prognose zu tatsächlichem Abschluss — Richtwert: unter 10 %
  • Commit vs. Best Case: Unterschied zwischen sicheren und möglichen Deals
  • Pipeline Risk Score: KI-gestützte Risikoeinschätzung pro Deal
  • Quota Attainment: Ziel-Erreichung nach Rep, Region und Segment
  • Churn-bereinigte ARR-Prognose: Netto-ARR nach Abzug erwarteter Churns

Sales Analytics vs. Revenue Intelligence vs. Operating Intelligence

Diese drei Begriffe werden oft synonym verwendet — sie bezeichnen jedoch unterschiedliche Funktionen:

Begriff Fokus Datenquellen Hauptnutzer
Sales Analytics Pipeline und Vertriebsleistung CRM, ggf. Marketing Sales Manager, VP Sales
Revenue Intelligence Gesprächsmuster und Deal-Signale CRM, E-Mail, Anrufe Sales Reps, Coaches
Operating Intelligence Umsatz, Marge, operative Entscheidungen CRM, Finance, Marketing COO, Gründer, RevOps

Für COOs und Gründer ist Operating Intelligence die relevanteste Kategorie: Sie verbindet Vertriebs­performance mit tatsächlichen Finanzergebnissen — und gibt Antworten auf die Frage, welche Pipeline-Aktivitäten tatsächlich Marge generieren, nicht nur Umsatz.

Typische Auswahlprozesse: Was DACH-Operatoren beachten

In Gesprächen mit COOs und RevOps-Verantwortlichen aus dem DACH-Raum werden regelmäßig folgende Auswahlkriterien genannt, die über die Funktionsliste hinausgehen:

  • Implementierungszeit: DACH-Operatoren bevorzugen Tools, die ohne mehrmonatige Projektphasen einsatzbereit sind. Salesforce und Gong werden oft für ihre Tiefe geschätzt — aber die Implementierungszeit von 3–6 Monaten ist ein häufiges Gegenargument in der Evaluation.
  • Total Cost of Ownership: Lizenzkosten allein unterschätzen die wahren Kosten. Für Salesforce müssen Admin-Ressourcen, Customizing-Aufwand und Schulungszeit eingerechnet werden. Für Gong sind Call-Coaching-Programme und Rep-Adoption entscheidend. Fairview, HubSpot und Klipfolio haben niedrigere TCO bei vergleichbarer Funktionsabdeckung für mittelgroße Teams.
  • Finance-Integration: Das am häufigsten genannte fehlende Feature in CRM-only Sales Analytics Tools ist die direkte Verbindung zu Finance-Systemen. Teams, die Marge statt nur Umsatz analysieren möchten, benötigen entweder ein separates Daten-Warehouse oder ein Tool wie Fairview, das Finance-Konnektoren direkt mitbringt.
  • Adoption im Vertriebsteam: Das beste Analytics Tool nützt nichts, wenn der Vertrieb es nicht nutzt. DACH-Operatoren berichten, dass Gong und HubSpot die höchste Rep-Adoption haben — weil die Tools direkt in den Arbeitsablauf der Reps integriert sind, nicht als separates Dashboard existieren.

Forecast-Genauigkeit verbessern: Praktische Maßnahmen

Forecast-Genauigkeit ist der am häufigsten genannte Schmerzpunkt in der Sales Analytics Evaluation. Die meisten Unternehmen erreichen eine Forecast-Genauigkeit von 60–75 % — mit systematischer Arbeit sind 85–90 % erreichbar. Die wirksamsten Maßnahmen:

  • Deal-Stadium-Definitionen einheitlich machen: Wenn fünf Reps unterschiedlich definieren, was "Qualification" bedeutet, ist der Forecast von Anfang an unzuverlässig. Schriftliche Exit-Kriterien pro Stage sind die Grundlage.
  • Historische Konversionsraten nutzen: Statt manueller Rep-Einschätzungen liefert die historische Win Rate pro Stage und Segment verlässlichere Prognosen. Tools wie Fairview (Forecast Confidence) und Clari berechnen diese automatisch.
  • Stale Deals identifizieren: Deals, die sich seit mehr als 14 Tagen nicht verändert haben, sind ein Risikoindikator. Pipeline Health in Fairview markiert diese automatisch und priorisiert sie für den nächsten Review.
  • Commit vs. Best Case trennen: Die Unterscheidung zwischen sicheren Abschlüssen (Commit) und möglichen Abschlüssen (Best Case) erhöht die Forecast-Transparenz erheblich. Clari und Fairview unterstützen diese Segmentierung nativ.

DSGVO-Hinweis für DACH-Unternehmen

Für Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist DSGVO-Konformität bei der Auswahl eines Sales Analytics Tools nicht optional — sie ist eine rechtliche Pflicht. Achten Sie beim Vergleich auf folgende Punkte:

  • Werden Kundendaten in der EU verarbeitet und gespeichert?
  • Steht ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) zur Verfügung?
  • Ist der Anbieter gemäß EU-US Data Privacy Framework zertifiziert?
  • Welche Unterauftragnehmer (Sub-Processor) werden eingesetzt?

So bauen Sie Ihren Sales Analytics Stack Schritt für Schritt auf

Viele Teams starten mit dem falschen Tool, weil sie alle Anforderungen auf einmal abdecken möchten. Ein strukturierter Aufbau ist effektiver:

1

CRM als Datenbasis sicherstellen

Kein Analytics Tool kann die Qualität liefern, die die Qualität der Eingangsdaten übersteigt. Bevor Sie in Sales Analytics investieren, stellen Sie sicher, dass Ihr CRM konsequent gepflegt wird — Deal-Stadien aktuell, Schlusskriteria definiert, Kontakthäufigkeit dokumentiert.

2

Drei Kernmetriken definieren

Welche drei KPIs würden Sie sofort alarmieren, wenn sie sich verschlechtern? Pipeline Coverage, Win Rate und Forecast Accuracy sind häufige Startpunkte. Diese drei sollten täglich sichtbar sein — bevor Sie 40 Metriken in einem Dashboard konsolidieren.

3

Finance-Daten verbinden

Sobald die CRM-Basis steht, ist der nächste Schritt die Verbindung mit tatsächlichen Umsatz- und Margendaten aus dem Finance-System. Hier zeigt sich, welche Deals profitabel waren — nicht nur gewonnen. Fairview verbindet CRM und Finance in wenigen Minuten via OAuth.

4

Wöchentlichen Review-Rhythmus einführen

Ein Dashboard ohne regelmäßigen Review-Termin liefert keinen Mehrwert. Definieren Sie einen festen wöchentlichen Termin, in dem Pipeline, Forecast und Abweichungen im Team besprochen werden. Fairview automatisiert die Datenzusammenstellung für diesen Termin.

Fazit: Welches Sales Analytics Tool passt zu Ihnen?

Die Wahl des richtigen Sales Analytics Tools hängt von Ihrer Teamgröße, Ihren vorhandenen Systemen und Ihrem primären Anwendungsfall ab:

  • Für operative Teams, die CRM und Finance zusammenführen möchten: Fairview bietet Pipeline Health und Margin Intelligence in einem Tool — ohne Data-Engineering-Aufwand.
  • Für Teams, die bereits HubSpot nutzen: HubSpot Sales Hub ist der logische erste Schritt.
  • Für Enterprise-Vertrieb mit Gesprächsanalyse: Gong oder Clari, ergänzt durch ein operatives Tool.
  • Für vollständige BI-Flexibilität: Looker oder Tableau, sofern Data-Engineering-Ressourcen vorhanden sind.

Weitere Orientierung finden Sie in unserem ROAS-Glossar, in der Pipeline Health Produktseite und in unserem Vergleich der Pipeline-Sichtbarkeit als Anwendungsfall.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Sales Analytics Tool?

Ein Sales Analytics Tool verbindet CRM-, Finanz- und Marketingdaten, um Vertriebsteams dabei zu helfen, Pipeline-Lücken zu erkennen, Forecasts zu erstellen und Umsatzverluste frühzeitig zu identifizieren.

Welches Sales Analytics Tool eignet sich für DACH-Unternehmen?

Für DACH-Unternehmen sind DSGVO-Konformität, EU-Hosting und deutschsprachiger Support entscheidend. Fairview, HubSpot und Salesforce bieten alle DSGVO-konforme Datenverarbeitung mit EU-Rechenzentren.

Was kostet ein gutes Sales Analytics Tool?

Die Preisspanne reicht von kostenlosen Einstiegsplänen bis zu mehreren tausend Euro pro Monat. Fairview Starter kostet 149 €/Monat exkl. MwSt. und deckt die wesentlichen Funktionen für wachsende Vertriebsteams ab.

Wie lange dauert die Implementierung eines Sales Analytics Tools?

Einfache Dashboard-Tools sind in 1–3 Tagen eingerichtet. Enterprise-Plattformen wie Salesforce benötigen 4–12 Wochen. Fairview verbindet sich via OAuth in 15–30 Minuten pro Datenquelle.

Ersetzen Sales Analytics Tools das CRM?

Nein. Sales Analytics Tools ergänzen das CRM, indem sie Daten aus CRM, Finance und Marketing zusammenführen. Das CRM bleibt das System of Record für Deals und Kundendaten.

Pipeline Health und Margin Intelligence in einem Tool

Fairview verbindet Ihr CRM mit Finance- und Marketingdaten — und zeigt Ihnen in Echtzeit, welche Deals Marge bringen und wo die Pipeline Aufmerksamkeit benötigt.

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